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Lismio stellt seinen Dienst zum 1. Oktober 2026 ein

Wireless headphones and smartphone with play icon on a vibrant yellow background.

Die Hörbuch-Plattform Lismio stellt ihren Betrieb Ende September 2026 ein. Wie der Betreiber mitteilte, wird der Dienst zum 1. Oktober 2026 komplett abgeschaltet. Ab diesem Zeitpunkt sind weder die Web-App noch die Plattform erreichbar. Nutzer, die dort eigene Sammlungen oder Playlists gepflegt haben, müssen ihre Daten bis dahin sichern oder auf ein Angebot des Betreibers zurückgreifen.

Hintergrund und Entwicklung

Lismio startete ursprünglich im Jahr 2014 unter dem Namen Spooks. Entwickelt wurde die Anwendung von der Berliner Zebralution GmbH. Damals schloss sie eine Lücke, die Spotify und andere Streamingdienste offen ließen: Hörbücher und Hörspiele waren dort nur unzureichend strukturiert, Kapitel ließen sich nicht sauber abspeichern und Lesezeichen setzen war kaum möglich. Spooks dockte als eine Art Ergänzung an das bestehende Streaming-Konto an und brachte Ordnung in die Wiedergabe. Später kamen weitere Dienste wie Apple Music, Deezer und Napster hinzu. Im Frühjahr 2021 erfolgte im Zuge der internationalen Ausrichtung die Umbenennung in Lismio. Bereits zu diesem Zeitpunkt hatte der Dienst nach Einschätzung von Beobachtern an Dynamik verloren.

Angebot für den Umzug

Die Betreiber bieten Nutzern die Möglichkeit, ihre gespeicherten Sammlungen zur Hörbuch-App Fabely umzuziehen. Ein automatischer Datenabgleich ist aus Datenschutzgründen nicht vorgesehen, der Umzug ist freiwillig. Wer seine Sammlungen mitnehmen möchte, muss in seinem Lismio-Profil eine gültige E-Mail-Adresse hinterlegt haben und sich anschließend mit genau derselben Adresse bei Fabely registrieren. Weitere Details zum Ablauf will das Team in Kürze auf der Startseite von Lismio veröffentlichen.

Was das für Nutzer bedeutet

Für Nutzer von Lismio heißt das: Sie haben noch knapp drei Wochen Zeit, um ihre Daten zu sichern oder den Umzug zu Fabely einzuleiten. Wer den Dienst nicht mehr aktiv nutzt, muss nichts unternehmen. Wer jedoch Sammlungen und Playlists über Jahre aufgebaut hat, sollte den manuellen Export in Betracht ziehen. Die freiwillige Migration setzt voraus, dass die E-Mail-Adresse im Lismio-Profil aktuell ist. Fehlt sie oder ist sie veraltet, könnte der Umzug scheitern. Die Betreiber haben angekündigt, die genauen Schritte zeitnah zu erläutern. Bis zur Abschaltung bleibt unklar, ob es weitere Exportmöglichkeiten geben wird. Nutzer, die ihre Daten nicht übertragen, verlieren mit dem 1. Oktober 2026 den Zugriff auf ihre gespeicherten Inhalte.